Die 2017 im Arkadensaal der BayernLB gestellte Frage, ob München „die Jahrhundertchance" des Brexit nutzen würde, lässt sich heute differenziert beantworten: München hat nicht die spektakuläre Aufwertung erfahren, die Frankfurt erlebt hat, aber der Standort ist in seiner breiten, institutionellen Struktur gestärkt aus neun Jahren Brexit-Transformation hervorgegangen — vor allem, weil die befürchtete Verlagerung aus München nach Frankfurt nicht stattgefunden hat.

Inhaltsverzeichnis

  1. Ausgangslage: Was 2017 erwartet wurde
  2. Banken — zwei Häuser, zwei Strategien
  3. Asset Management — das stille Kronjuwel
  4. Versicherung — der stabilisierende Faktor
  5. Fondsbranche — KVGs und der Private-Credit-Boom
  6. FinTech — der Münchner Cluster
  7. Die Äquivalenz-Frage und ihre Bedeutung für München
  8. Zwischenbilanz — Münchens strukturelle Vorteile
  9. Risiken und was offen bleibt

1. Ausgangslage: Was 2017 erwartet wurde

Die Paneldiskussion vom 6. November 2017 — mit Markus Blume (damals stellvertretender Generalsekretär der CSU, heute Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst), Dominik Lamminger (Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB), Prof. Christoph Kaserer (TU München, Lehrstuhl für Finanzmanagement und Kapitalmärkte) und dem Autor — formulierte drei Thesen, die sich als prägend für die Brexit-Debatte am Finanzplatz München erwiesen haben:

Erstens: Der Brexit werde zu einer epochalen Verschiebung der Einflussachsen in der europäischen Finanzindustrie führen, ähnlich dem Big Bang 1983 in London. Zweitens: Frankfurt werde sich als Hauptprofiteur etablieren, aber die Aufwertung werde sich nicht auf Frankfurt beschränken. Drittens: München habe in Asset Management, Versicherung und einer entstehenden FinTech-Szene strukturelle Vorteile — es bestehe die Chance, dass eine kritische Masse Münchner Akteure die Stadt zu einem europaweit wahrnehmbaren Standort für bestimmte Segmente ausbauen könnte.

Von diesen drei Thesen hat sich die erste in abgemilderter Form bestätigt, die zweite in vollem Umfang, und die dritte nur teilweise — mit einer wichtigen positiven Überraschung bei den institutionellen Private-Credit- und Private-Equity-Investoren, die in den vergangenen fünf Jahren Münchner Büros aufgebaut oder erheblich ausgeweitet haben.

2. Banken — zwei Häuser, zwei Strategien

München verfügt mit der HypoVereinsbank (UniCredit Bank GmbH) und der Bayerischen Landesbank über zwei Banken von europäischem Gewicht. Die HypoVereinsbank ist als 100%-Tochter der UniCredit S.p.A. zugleich die größte deutsche Tochtergesellschaft einer EU-Auslandsbank und fungiert als wesentlicher europäischer Corporate- und Investment-Banking-Hub für die UniCredit-Gruppe. Seit dem Brexit hat UniCredit bestimmte Handelsaktivitäten, die zuvor in London gebucht wurden, teilweise nach München und Mailand verlagert. Die genauen Volumina werden konzernintern nicht öffentlich ausgewiesen; die Veröffentlichungen im Rahmen der Säule-III-Offenlegung deuten auf eine spürbare, aber nicht dramatische Ausweitung der Münchner Handelsbücher hin.

Die Bayerische Landesbank hat sich demgegenüber nach dem Strategiewechsel 2017 auf eine klar regional-deutsche Ausrichtung mit Fokus auf Corporate Banking, Real Estate und DKB (Privatkundengeschäft) konzentriert. Von einer Brexit-getriebenen Expansion ist bei der BayernLB nicht zu sprechen — was auch nicht die Strategie war.

Im übrigen Bankensektor ist München von den großen Brexit-Relocations nicht wesentlich berührt worden. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat zwischen 2017 und 2021 nach eigenen Angaben über 60 Lizenzanträge ausländischer Banken (vor allem US- und britischer Häuser) bearbeitet — davon wurden praktisch alle neuen EU-Einheiten in Frankfurt angesiedelt. München war schlicht kein Kandidat.

Einordnung. Die Konzentration der neuen Brexit-Banken auf Frankfurt war strategisch für die Umziehenden erwartbar: Sie wollten die Nähe zur EZB, zur BaFin (Bonn/Frankfurt), zum bestehenden Interbanken-Ökosystem und — praktisch nicht zu unterschätzen — zum Frankfurter Flughafen. München hätte allenfalls als Zweitstandort in Frage kommen können; die Masse ist in Frankfurt geblieben oder neu dorthin gezogen.

3. Asset Management — das stille Kronjuwel

Das Asset Management ist der Bereich, in dem München seit 2017 am deutlichsten gewachsen ist — nicht als unmittelbare Folge des Brexit, aber begünstigt durch die allgemeine Verschiebung europäischer Kapital-Allokation weg von London und durch die Stärke der Münchner Institutionen:

PIMCO betreibt in München sein europäisches Hauptbüro mit mehr als 400 Mitarbeitern und hat die Standortwahl seit 2017 mehrfach ausdrücklich bekräftigt. Die European Credit Platform, die European ABS-Plattform und der Großteil der Private-Credit-Aktivitäten für Europa werden von München aus gesteuert. PIMCO hat seit 2020 die Münchner Präsenz um strukturierte Kredit-, Fondsfinanzierungs- und Infrastruktur-Funktionen ausgeweitet.

Allianz Global Investors (mit Hauptsitz in Frankfurt, aber sehr bedeutender Münchner Präsenz) hat seine Private-Markets-Plattform, insbesondere Allianz Capital Partners und Allianz Infrastructure, mit einem starken Münchner Schwerpunkt ausgebaut. Die Allianz Real Estate (mit Sitz in München) wurde in den vergangenen Jahren in die PIMCO Prime Real Estate (München) integriert und ist heute einer der größten institutionellen Immobilieninvestoren weltweit (AuM > 100 Mrd. €).

MEAG (die Asset-Management-Gesellschaft der Munich Re und Ergo) ist gemessen am verwalteten Vermögen eine der größten Asset-Management-Gesellschaften Europas (AuM ca. 360 Mrd. € Stand 2025) mit klarem Schwerpunkt auf Fixed Income, Infrastrukturfinanzierung und institutionellen Mandaten. Der Hauptsitz ist München.

Hinzu kommen zahlreiche Büros internationaler Häuser: BlackRock (München als Zweitstandort nach Frankfurt), Wellington Management (Münchner Büro seit 2019), Morgan Stanley Investment Management, Janus Henderson, Invesco, Schroders, Neuberger Berman und — im Bereich der Private-Markets-Spezialisten — Häuser wie Apollo Global Management, KKR, Ares Management, Partners Group und HarbourVest. Viele dieser Büros sind in den Jahren nach 2017 entweder neu eröffnet oder erheblich ausgebaut worden.

4. Versicherung — der stabilisierende Faktor

München ist mit der Allianz SE (global systemrelevanter Versicherungskonzern, AuM > 2 Bio. €), der Munich Re (weltweit größter Rückversicherer gemessen am Bruttobeitragsvolumen) und einer starken Präsenz der italienischen Generali-Gruppe (deren deutsche Zentrale 2019 von Köln nach München verlegt wurde) der mit Abstand bedeutendste europäische Versicherungsstandort.

Der Brexit hat für die Versicherungsbranche weniger Umschichtung ausgelöst als für Banken, weil die britische Versicherungsaufsicht und Solvency II auch nach dem Austritt in ihrer Substanz kongruent zur EU geblieben sind und weil britische Versicherer, soweit sie EU-Geschäft betrieben, dieses ohnehin schon über EU-Niederlassungen oder Tochtergesellschaften strukturieren mussten. Einige britische Lloyd's-Versicherer (z.B. Beazley, Hiscox) haben Brüssel oder Luxemburg als Post-Brexit-Standort gewählt; München war hier nicht im Rennen. Eine Ausnahme bildet die Rückversicherungs-Kapazität: Hier haben Munich Re und Hannover Re Geschäft aus London zurückgewinnen können, soweit es um in der EU gezeichnete Risiken geht.

Strukturell hat die Versicherung den Finanzplatz München in den Brexit-Jahren stabilisiert: Während andere Standorte der Regulierungsdynamik von MiFID II, EMIR Refit, CRR III und der sich verändernden Bankenregulierung ausgesetzt waren, hat die Versicherungsbranche unter Solvency II (in weitgehender Kontinuität mit der UK-Regulierung) vergleichsweise ruhig gearbeitet. Das hat München die Kopfschmerzen erspart, unter denen Frankfurt 2017–2020 zu leiden hatte.

5. Fondsbranche — KVGs und der Private-Credit-Boom

Die Münchner Fondsbranche ist im Vergleich zur Frankfurter (dort sitzen mit DWS, Union Investment, Deka und BlackRock die größten Publikumsfonds-Häuser) kleiner, aber in einer spezifischen Nische stark: im Bereich der Private-Markets-KVGs (Kapitalverwaltungsgesellschaften nach KAGB), der Closed-End-Structures und der Infrastrukturfonds.

München hat hier in den vergangenen Jahren Zuwachs erfahren. Zu nennen sind unter anderem:

Gesellschaft Kategorie Bemerkung
MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbHKVG (OGAW & AIFM)Munich Re / Ergo; ca. 360 Mrd. € AuM
Allianz Global Investors GmbHKVGFrankfurt/München; Private-Markets-Schwerpunkt München
Munich Private Equity PartnersDachfonds / SecondaryUnabhängig, München
Golding Capital PartnersPrivate-Markets-DachfondsEiner der größten deutschen Private-Markets-Manager, München
Skyline CapitalCRE Structured CreditNeueintritt im Private-Credit-Bereich
Patrizia AGImmobilien-KVGAugsburg/München; europaweit tätig
Kings Point Capital ManagementPrivate CreditMünchner Büro seit 2022
HQ CapitalPrivate Equity Fund-of-FundsHeilbronn/München; Quandt-Family-Office
Strategic Capital Management (SCM)Private MarketsMünchen, Beratung für institutionelle Investoren
BlackRock AlternativesPrivate MarketsMünchen-Büro innerhalb der deutschen Plattform ausgebaut

Diese Konzentration im Bereich der Private Markets / Alternatives ist nicht kausal Brexit-bedingt, aber der Brexit hat die Nachfrage der institutionellen Investoren nach EU-domizilierten AIFM-Strukturen verstärkt. München hat davon — als Standort qualifizierter Fondsmanager mit Nähe zu institutionellen Endinvestoren (Allianz, Munich Re, VAG-regulierte Versorgungswerke) — profitiert.

6. FinTech — der Münchner Cluster

Das Münchner FinTech-Segment ist der Bereich, in dem die Erwartungen von 2017 in Teilen übertroffen worden sind — auch hier ohne unmittelbaren Brexit-Kausalzusammenhang, aber mit einer wichtigen Brexit-Komponente: Mehrere britische FinTechs haben 2018–2022 deutsche Tochtergesellschaften gegründet, um EU-Passporting zu erhalten, und einige davon haben München gewählt.

Die wichtigsten Münchner FinTechs (Auswahl):

Unternehmen Segment Gründung / Größe
Scalable CapitalDigitaler Vermögensverwalter / Broker2014, München; AuM > 30 Mrd. €, BaFin-lizensiert als Wertpapierinstitut
wefoxInsurTech / Versicherungsvertrieb2014, München/Berlin; einer der größten europäischen InsurTechs
Stocard / KlarnaMobile Payments2012, München; 2023 von Klarna übernommen
CrossLendSecuritization-as-a-ServiceBerlin/München; B2B-Verbriefungsplattform
iwocaSME LendingBritisches FinTech, EU-Niederlassung zu großen Teilen in Deutschland
Smava / FinCompareKreditvermittlungMünchen
Hawk AIRegTech / AMLMünchen, 2018 gegründet
TaxdooTax RegTechHamburg/München
WealthPilotWealth-Management-PlattformMünchen
GetSafeNeo-VersichererHeidelberg/München
Naga GroupSocial TradingDeutsche EU-Operationen mit München-Anbindung

Die Münchner FinTech-Szene profitiert von drei Faktoren, die sich gegenseitig verstärken: der Nähe zu TUM und LMU mit ihren starken Informatik- und Quantitative-Finance-Programmen, dem lokalen Risikokapital (Earlybird, HV Capital, UnternehmerTUM) und der Nähe zu den institutionellen Münchner Kunden (Allianz-Gruppe, HypoVereinsbank, Versorgungswerke). Frankfurt hat in der klassischen Bank-Adjazenz (BaFin-Kontakte, Clearing) die Nase vorn; München führt im Retail-/Wealth-FinTech.

7. Die Äquivalenz-Frage und ihre Bedeutung für München

Die zentrale regulatorische Unwägbarkeit des Brexit ist bis 2026 die offene Frage der Äquivalenz geblieben: Die EU-Finanzdienstleistungsrichtlinien sehen für zahlreiche regulierte Tätigkeiten (MiFIR Art. 47, AIFMD, EMIR Art. 13, UCITS) die Möglichkeit vor, dass die Kommission das Drittland-Regime eines Nicht-EU-Staates als gleichwertig anerkennt. Eine solche Anerkennung hätte es britischen Finanzdienstleistern erlaubt, bestimmte Dienste für EU-Kunden aus London heraus weiter zu erbringen.

Tatsächlich hat die Kommission nur zwei zeitlich befristete Äquivalenzentscheidungen getroffen (Central Counterparties unter EMIR — bis Juni 2025, dann verlängert bis Juni 2028; Central Securities Depositories in einem kleinen Teilbereich). Für das eigentliche Bankgeschäft, das Wertpapierhandelsgeschäft, das Asset Management und die Derivative-Abwicklung außerhalb der CCPs gibt es keine Äquivalenzentscheidung. UK-Finanzdienstleister können EU-Kunden nur bedienen, wenn sie eine in der EU lizensierte Einheit dazwischen schalten.

Das ist die eigentliche — und bislang strukturell unumgekehrte — Triebfeder der Brexit-Relocations. Sie war 2017 bereits antizipiert, aber nicht in dem Ausmaß, in dem sie sich als fortgesetzt dauerhaft erwiesen hat. Für München ist diese Verstetigung doppelt relevant: Sie hat erstens die Rückflusserwartung (Geschäft zurück nach London) entwertet und damit den EU-Standorten Planungssicherheit gegeben. Sie hat zweitens die Inhouse-Aufbau-Entscheidungen der institutionellen Investoren in München (PIMCO, Apollo, KKR, Ares) strukturell untermauert.

Regulatorischer Ausblick. Die britische Regierung hat 2025 im Rahmen ihrer „Edinburgh Reforms II" eine Reihe von Deregulierungsschritten angekündigt, die die Äquivalenzdivergenz zwischen EU und UK tendenziell vergrößern. Die Kommission hat daraufhin klargestellt, dass sie keine Änderungen der Äquivalenzlage in Aussicht nehme. Beobachter rechnen damit, dass die Äquivalenz-Frage bis Ende der Dekade offen bleibt.

8. Zwischenbilanz — Münchens strukturelle Vorteile

Neun Jahre nach dem Referendum lassen sich drei Einsichten festhalten, die das 2017er Diskussionsergebnis präzisieren:

Erstens: Die Brexit-Transformation ist im Finanzdienstleistungssektor eine Dekaden-Bewegung, keine Jahres-Bewegung. Die 2017 befürchtete spektakuläre Umschichtung hat stattgefunden, aber nicht in einem „Big Bang"-Moment, sondern über mehrere Wellen: 2018–2019 (Booking-Model-Migration der US-Banken nach Frankfurt), 2019–2020 (Fondsdomizilierung nach Dublin/Luxemburg), 2020–2021 (Trading-Venue-Migration nach Amsterdam), 2022–2024 (Private-Markets-Büros auf dem Kontinent).

Zweitens: München hat von dieser Dynamik auf einer anderen Welle profitiert als Frankfurt. Frankfurt hat die Booking-Model-Migration und die großen Bank-Relocations absorbiert. München hat — zeitlich versetzt ab etwa 2020 — die Private-Markets-Bewegung aufgenommen. Das ist qualitativ hochwertiges Geschäft mit relativ wenigen, aber sehr gut bezahlten Mitarbeitern; es ist nicht die sichtbare Arbeitsplatz-Zahl, aber es ist wirtschaftlich substantielles Geschäft.

Drittens: Die 2017 geäußerte Sorge, München könne Geschäft an Frankfurt verlieren, hat sich nicht bewahrheitet. Im Gegenteil: Asset Management und Versicherung sind in München sogar etwas stärker konzentriert als vor dem Referendum. Der Grund ist nicht Brexit, sondern der allgemeine Zug der Private-Markets-Industrie in Richtung Endinvestoren (Versicherungen, Versorgungswerke, Family Offices) — und die sitzen überproportional in Süddeutschland.

9. Risiken und was offen bleibt

Drei Risiken sollten bei einer Fortschreibung der Analyse beachtet werden:

(a) EU-US-Divergenz. Die aktuelle US-Administration hat 2025–2026 Schritte in Richtung Deregulierung der Bankenregulierung eingeleitet, während die EU an CRR 3 / Basel 3.1 festhält. Wenn dieser Pfad sich verfestigt, ist nicht auszuschließen, dass US-Häuser ihre EU-Booking-Modelle überprüfen und Geschäft ins Heimland zurückverlagern — was insbesondere Frankfurt, sekundär aber auch München (PIMCO ist eine Tochter der Allianz-Gruppe, aber US-geprägt; die US-Private-Markets-Häuser haben US-Hauptquartiere) treffen könnte.

(b) Verlust der Äquivalenzhoffnung. Wenn die EU unerwartet eine weitgehende Äquivalenz für UK-Finanzdienstleister anerkennen würde, würde ein Teil des in die EU umgesiedelten Geschäfts zumindest optional wieder nach London zurückkehren. Diese Option erscheint 2026 regulatorisch entfernt, aber politisch nicht ausgeschlossen.

(c) Wettbewerb der EU-Standorte. Amsterdam, Paris und Dublin bleiben aktive Wettbewerber Münchens (und Frankfurts) um Neuansiedlungen. Insbesondere Paris hat durch die sehr aktive Standortpolitik der französischen Regierung (Auftritt bei Paris EUROPLACE, steuerliche Zugeständnisse, Expat-Steuerregime) erhebliche Attraktivität entwickelt. München muss sich hier kontinuierlich zu positionieren wissen — die Stadt und der Freistaat tun das, aber vielleicht nicht so sichtbar wie Paris es kommuniziert.


Diese Analyse beruht auf öffentlich verfügbaren Informationen (Z/Yen Global Financial Centres Index 38, März 2026; ECB Financial Integration Report 2025; BaFin Jahresbericht 2024; Veröffentlichungen von Bain & Company und PwC zu Post-Brexit Financial Services Migration) sowie auf Einschätzungen des Verfassers. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; Zahlenangaben zu verwaltetem Vermögen und Beschäftigtenzahlen sind Größenordnungen, keine amtlichen Zahlen. Stand: 21. April 2026.